Wie alles begann !!!
Zum
Anlass des 60. Geburtstag unseres Vaters musste ein ganz besonderes
Geschenk her!

Unser Vater war immer sehr traurig, dass er so wenig über seine Familie
und Herkunft wusste, da sein Vater (unser Opa) bereits verstarb, als
er gerade ein Jahr alt war. So wuchs er bei seiner Mutter und deren
2. Mann auf.
Also beschlossen wir, eine Ahnentafel zu erstellen. Die wenigen Unterlagen
meines Vaters rasch kopiert und los gings .... tja aber wie fängt man
an?
Also ans Standesamt geschrieben - schliesslich müssen die ja über die
nötigen Unterlagen verfügen! Leider hatten die Standesbeamten nicht
sonderlich viel Lust und "bürsteten" uns mit einem kurzen
Schreiben ab.
Tja Sackgasse - wie weiter? Also wendete ich mich an eine Kirchengemeinde
in Walsum, ob denn irgendwo Kirchenbücher vorhanden wären? Die freundliche
Dame am Telefon gab mir die Telefonnummer von einem Heimatforscher Namens
Lurweg. Dieser war nicht mit Gold zu bezahlen. Schon wenige Stunden
später rief er aufgeregt an, dass er einen Overlöper gefunden hätte,
der wohl auch mit uns verwandt sein müsste. Tatsächlich- ein Cousin
meines Vaters. Dieser besaß jedoch auch nicht sehr viel mehr Unterlagen
als wir, aber er kannte die Hintergründe der Familie und bemühte sich
wirklich sehr - es wurde von ihm telefoniert und vermeindliche Verwandte
abgefahren, ja sogar auf dem Friedhof war er zu finden! Auch der Heimatforscher
wurde in den Kirchenbüchern fündig und mit diesen Daten konnte ich nochmals
ans Standesamt schreiben.
Aufgeregt wartete ich den Erhalt der Sterbeurkunde ab und schliesslich
wurde das Warten auch belohnt. A B E R was nützt einen die
schönste Urkunde, wenn man dieses handgeschriebene Altdeutsch gar nicht
lesen kann??? Es fanden sich dann aber doch Übersetzer.
Auch fand der fleissige Heimatforscher heraus, dass es da einen Hans-Jürgen
Overlöper gab, der ein Buch über sich, seine rheinische Natur und seine
Verwandten mit dem Titel. "Je
mehr er hat, je mehr er will" geschrieben hat. In diesem Buch sind
viele interessante Bilder und "Anekdoten" aus jener Zeit.
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Was für ein Glück, denn Hans-Jürgen verfügt über eine tolle Sammlung
von Fotos, Totenbriefchen und vielem mehr und gemeinsam mit dem Cousin
meines Vaters Egon wurde mächtig weitergeforscht.
Die Arbeit ist nahezu abgeschlossen und wir konnten die Familie Overlöper
bis zum Jahre 1611 zurückverfolgen - es wurde so ziehmlich jeder Overlöper
erfasst, der jemals gelebt hat.
Meine tiefe Dankbarkeit für die viele Unterstützung und wahnsinnige
Mühe möchte ich hier Herrn Helmut Neubauer für seine unendliche Geduld
und Hilfsbereitschaft, Herrn Hermann Lurweg für seine tolle Starthilfe
bei diesem Projekt, dem lieben Egon Overlöper und dem unersetzlichen
Hans-Jürgen Overlöper aussprechen.
Monika
Overlöper, Berlin