Woher
kommen die Overlöpers und wie ist der Name entstanden?
Es wurde immer vermutet, dass der Name aus den Niederlanden komme und
das unsere Vorfahren über den Rhein "übergelaufen" sind.
Tatsächlich ist ein "Overloper" im Niederländischen ein Überlauf/
Überläufer. Dies bezieht sich jedoch mehr auf Zuflüsse. Sehr peinlich,
denn im Rahmen der Nachforschungen wurde ein Text über vermeintliche
"Overlopers" mühsam aus dem holländischen übersetzt, um herauszufinden,
dass es sich hierbei um Flüsse handelt... (ein ganz grosses Sorry und
Dankeschön noch mal!)
Eine weitere Möglichkeit, wie der Name entstand, ist das der Name Overlöper
sich aus dem Plattdeutschen entwickelte. Gemäß mündlicher Überlieferungen
siedelten die Ahnen in Hiesfeld (Dinslaken - in der Nähe von Duisburg)
in der Nähe eines Baches (Rotbach).
Dieser trat des öfteren über seine Ufer, sodaß die Ahnen zum überlaufen
gezwungen waren. Sie wurden, die an den "overlöpenen" Bach
wohnenden, Overlöper genannt.
Beide Varianten sind denkbar! Tatsache ist jedoch, dass auf altem Kartenmaterial
der Ort am Rotbach als O V E R L Ö P E R S K A T H eingezeichnet war.

In neueren Karten wird der Stammsitz der Sippe als Overlöpershof bezeichnet.

(Das
Foto zeigt Overlöpershof)
Auch
in verschiedenen alten Kirchenunterlagen wird immer wieder unter einzelnen
Personen der Familie Overlöper auf Hiesfeld verwiesen - UND TATSÄCHLICH
in den Kirchenbüchern dieses Ortes lassen sich Spuren der Familie bis
ca. 1611 zurückverfolgen.
Erstaunlich hierbei ist, dass die ersten Namensträger (um 1700) als
"in gen Overlop" auftauchen. Erst nach diesem Zeitraum wurde
hieraus der Name Overlöper. Erfahrene Genealogen haben erklärt, dass
dieses "in gen" auch ein Ortsverweis sein kann und hieraus
der Name letztendlich entstanden ist. Diese Aussage unterstützt die
Theorie des Rotbaches, denn der älteste "Overlöper" hieß "Diederich
Dickerbom in gen Overlop" - also übersetzt "Diederich Dickerbom
vom Überlauf (Rotbach)".
Später
nahmen viele Overlöpers den Weg über Eppinghoven nach Walsum. Hierzu
ein interessanter Zeitungsbericht :

Monika
Overlöper, Berlin